Aus Wirtschaftsdünger wird der Biokraftstoff Biomethan
Seit Mitte 2022 entsteht im c-Port am Küstenkanal eine der größten und modernsten Biomethananlagen Europas. Die Anlage im nördlichen Kreis Cloppenburg wurde durch die Firma revis aus Münster geplant, die mit ihrer Erfahrung aus vielen nationalen und internationalen Projekten das Werk errichtet. Seit Juli 2024 wird das Werk von der in Friesoythe ansässigen nordfuel GmbH betrieben, die aus überschüssigem Wirtschaftsdünger aus der Region Biomethan aufbereitet und in das Erdgasnetz einspeist. Jährlich werden dabei bis zu eine Million Tonnen Wirtschaftsdünger verwertet.
Bio-LNG – der grüne Kraftstoff
Negativemissionen
CO2– Negativemission von bis zu -100 % durch Einsatz landwirtschaftlicher Abfallstoffe
Emissionsarmes Fahren
Verringerung von Feinstaub, CO2, Stickoxid und Geräuschen
Ressourcenschonend
100 % erneuerbar und damit ökologisch nachhaltig
Für eine ausreichende Versorgung mit Wirtschaftsdünger sorgt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in der Region. Eine Viehdichte mit hohem Stallbesatz in Kombination mit einer hohen Belastung der Böden mit Nährstoffen ergeben ein großes Angebot an Wirtschaftsdünger im nahen regionalen Umfeld des Werkes. Zwei Bundesstraßen und über den Küstenkanal eine attraktive Anbindung an das Wasserstraßennetz sorgen für gute logistische Möglichkeiten. Letzter entscheidender Faktor war, dass durch die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Industriegebietes die Voraussetzungen für eine Bau- und Betriebsgenehmigung zur industriellen Erzeugung grüner Gase vorhanden waren.
Emissionsfreie Lagerung und Verarbeitung
Das Grundkonzept des nordfuel-Werkes setzt auf eine weitgehend emissionsfreie Lagerung sowie Verarbeitung des Wirtschaftsdüngers und der anfallenden Gärprodukte. Wesentlich ist dabei die anaerobe Fermentation, ein seit Jahrtausenden angewandtes Prinzip. Auch bei der Vergärung von Mistfraktionen werden altbewährte Verfahren genutzt, die bereits im großtechnischen Stil zum Einsatz kommen. Die Gasaufbereitung findet nach dem aktuellen Stand der Technik statt, die um innovative Prozesse ergänzt werden
Das nordfuel-Werk profitiert von den Erfahrungen, die der Projektentwickler revis aus Münster mit der Verwertung von Wirtschaftsdünger, beispielsweise in einem Werk in Dülmen, gemacht hat.